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Mass Effect 3: Indoctrination Theory – a Documentary

Während die Community nach wie vor gespannt auf den Extended Cut von ME3 wartet und die Gruppierungen rund um die Retake Mass Effect Bewegung nicht nachlassen möchten, Bioware an ihre Bringschuld zu erinnern, hat man sich bei CleverNoobNetwork die Mühe gemacht, die wohl einleuchtendste Erklärung zum Ende der Mass Effect Reihe in einer fast anderthalb stündigen Dokumentation darzulegen: Die Indoktrinationstheorie. Egal, was man als Spieler davon halten mag, sammeln die Macher der Dokumentation eine Vielzahl an Anhaltspunkten, welche das Spiel bietet und erläutern, wie und ob diese in die Theorie passen und ob sie dazu beitragen oder ob sich diese nicht auch anderweitig erklären lassen. Für Fans der Spielreihe ein absolutes Must-See!

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Cupcakes für Bioware *Update

In gleichem Maße, wie Bioware in den letzten Wochen Schelte für das fragwürdige Ende von Mass Effect 3 einstecken musste, musste sich auch die Protestbewegung gegen dieses Ende selbst einiges an Kritik gefallen lassen. Deren streben nach einem überarbeiteten Ende wurde vielerorten als anmaßendes Geheul einer kleinen aber lauten Minderheit, verwöhnter Heulsusen abgestempelt, die kein Recht hätten, Bioware zu sagen, wie deren Geschichte enden solle, da es letztlich deren künstlerische Freiheit sei und man schließlich auch bei Filmen oder Büchern nicht verlangen würde, dass das Ende neu gedreht oder geschrieben wird, nur weil es einem nicht gefällt. Dass diese Vergleiche bei einem interaktiven Spiel hinken, welches damit wirbt, dass man aktiv auf die Story Einfluss nehmen kann, sollte eigentlich klar sein. Wie auch immer.

Heute jedoch beweist die Cupcake Initiative des BSN-Nutzers LoganKey, aus welchem Holz die RetakeME3-Bewegung wirklich geschnitzt ist. Kurz umrissen geht es bei dieser Initiative darum, Geld für eine Ladung von 402 Cupcakes zu sammeln, welche dann als Geschenk an das Bioware Studio in Edmonton gehen sollen. Diese Kuchen werden zu gleichen Teilen mit roter, blauer und grüner Glasur ausgeliefert, letztlich jedoch alle nach Vanille schmecken. Die drei verschiedenen Farben und die einzige Geschmacksrichtung stehen hierbei für die drei gebotenen Möglichkeiten am Ende des Spiels, sich letztlich dann doch nur den einen und gleichen Abspann anzusehen und sollen dem Team hinter der Mass Effect Reihe auf charmante, kreative und lustige Art und Weise zeigen, wie die Spieler über das gebotene Finale denken. Garniert wird diese Ladung noch mit kleinen persönlichen Nachrichten an das Entwicklerteam von all jenen, die dafür gespendet haben. Da das Spendenziel schneller überschritten war, als der Initiator die Sammelrunde schließen konnte, wird des Weiteren darüber nachgedacht, den Überhang in einen Marauder Shields Kuchen zu investieren.

Vielleicht versteht man dadurch nun, dass es bei RetakeME3 nicht darum geht, die Mass Effect Reihe schlecht zu machen, oder Bioware mit einem Shitstorm zu überziehen. Es geht hierbei um Liebhaber der Serie, die sich einen besseren Abschluss und Antworten auf Ungereimtheiten am Ende wünschen. Es sind die Fans, die Exzellenz von Bioware gewohnt sind und denen es somit schwer fällt, weniger als das Beste geboten zu bekommen. Es ist eine fantastische Art zu sagen: „Wir lieben eure Spiele. Wir sind eure treuesten Fans. Aber am Ende des dritten Teils müsst ihr doch noch ein wenig feilen!“

Letztlich ist es auch ein schöner Weg, die Hand zu reichen und die Lage ein wenig zu deeskalieren. Sicherlich bleibt der Druck der Fans bestehen, solange es seitens Bioware nur bei nebulösen Ankündigungen bleibt und mit Spannung wird erwartet, was sie während der im April anstehenden PAX zu sagen haben, doch versteht man nun sicherlich, dass es neben all den Peitschen doch auch Zuckerbrot gibt, wenn sich ein Entwicklerstudio mit seinen Fans auseinandersetzt.

Links:
Thread im Bioware Social Network
Thread im Holdtheline.co Forum

#####UPDATE#####

Inzwischen ist die Lieferung bei Bioware angekommen, doch wurden diese nicht vom Team angenommen. Stattdessen wurden sie an eine Hilfseinrichtung für obdachlose Jugendliche weitergegeben. Scheint so, als würde man auch bei Bioware nicht mögen, nur zwischen A, B und C wählen zu dürfen. Doch statt die künstlerische Integrität der Aktion zu achten und den bittersüßen Abgang der Kuchen zu genießen, entschloss man sich auch bei Bioware, dass es eine vierte Option geben muss. Garniert wurde dies dann auch mit einer hochnäsigen PR Mitteilung, dass man die Kuchen nicht akzeptiert hätte, da diese nicht gesendet wurden, um den Erfolg des Teams zu feiern und all deren Anstrengung anzuerkennen. Fragt man sich, wieso dann die Spieler nicht ein Ende bekamen, bei dem sie für all ihre Anstrengung  mit einem Erfolg belohnt werden und ihre Entscheidungen anerkannt werden.

Bioware hätte besser daran getan, die Kuchen anzunehmen und der Community kurz und knapp dafür zu danken, mit einem Verweis, dass man die Kuchen als Nervennahrung gerade brauchen kann, während man für die Community Überstunden macht. Doch neben der Ironie, dass man sich seitens Bioware nicht der ABC-Entscheidung stellen wollte, wurde dazu noch eine Spendenaktion als Mittel genutzt, um die Kuchen los zu werden, wobei doch gerade die RetakeME3 Bewegung dafür angegriffen wurde, dass sie ein Kinderhilfsprojekt als Vehikel für ihre Bewegung missbrauchen würden. So hat dann letztlich keiner bei Bioware was zum Beissen bekommen – ausser der Ironie…

Link zum Artikel bei Gameinformer

Interview mit dem Organisator

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Das Ende von Mass Effect aus einem philosophischen Blickwinkel

Nach dem sich die Wogen der Aufregung über das Ende von Mass Effect 3 nicht glätten wollen und einerseits über die Indoktrinationstheorie aber auch die Möglichkeit eines schlichtweg verhunzten künstlerischen Endes diskutiert werden, frage ich mich, wie denn die Überlegungen aus etymologischer, bzw. eher aus philosophischer Sicht sein könnten, die das Ende womöglich erklären könnten? Meine kaum strukturierten Gedanken dazu möchte ich euch nicht vorenthalten:

Zwei Elemente entscheiden über den Ausgang der Geschichte und bedürfen deshalb einer genaueren Betrachtung. Der Tiegel und der Katalysator.
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pimelteror

staubige namenlose zufällige, ohne trefferregistrierung und fähigkeiten